Klage gegen Yahoo wegen Datenmissbrauch
Der chinesische Journalist Shi Tao verklagt den Internet-Dienstleister Yahoo vor einem amerikanischen Gericht. Shi Tao wurde von einem chinesischen Gericht zu 10 Jahren Gefängnis verurteilt, weil Yahoos chinesisches Tochterunternehmen Daten an die Regierung gegeben hat.
Was war passiert?! Der damals 37-jährige Tao schickte im April des Jahres 2004 eine email über sein privates Yahoo Mailkonto an eine in amerikanische Website, welche für ein demokratisches China wirbt. In der Mail befanden sich Informationen der Propagandaabteilung. Diese Informationen wurden auf der Website anonym veröffentlicht, woraufhin chinesische Ermittler die Mail mit Hilfe von Yahoo ( aus Hongkong) zu der Zeitung in Hunan zurück verfolgten. Shi Tao war zum damaligen Zeitpunkt leitender Redakteur der Zeitung. Im April des folgenden Jahres wurde Shi Tao daraufhin wegen der “Weitergabe von Staatsgeheimnissen” an “feindliche Elemente” im Ausland zu zehn Jahren Haft (bis 23. November 2014) verurteilt.
Die Klage wird in den nächsten Monaten vor einem US-Gericht eingereicht werden, sagte Taos Anwalt Albert Ho. Man werde sich bei der Klage mit anderen Opfern von Yahoo zusammentun, um gemeinsam mit einer Sammelklage gegen Yahoo anzukämpfen. Erste Kontakte zu ebenfalls Betroffenen sind bereits vorhanden, dass sei für diese nicht ganz ungefährlich, da man Repressalien für die Angehörigen der Kläger befürchtet.




Am 3. November 2006 um 21:14 Uhr
[...] Warum Yahoo? Weil dieses Unternehmen das erste war, das seine Suchmaschinen in China zensiert hat. Und weil es seit Jahren mit der chinesischen Polizei zusammenarbeitet und dieser ermöglicht, Internetdissidenten zu verhaften und zu verurteilen. Der Journalist Shi Tao etwa ist mit Hilfe von Yahoo für zehn Jahre hinter Gittern. [...]
Am 30. Juli 2007 um 17:23 Uhr
[...] von Anfang an Bescheid wusste, dass die chinesische Regierung den regimekritischen Journalisten Shi Tao unter Vorwand verhaften und wegschliessen wollte, aber trotzdem die persönlichen Daten von Shi [...]
Am 30. August 2007 um 18:32 Uhr
[...] bereits berichtet, hatte die Frau eines der betroffenen Regierungskritiker im April Klage gegen Yahoo eingereicht. Da [...]