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30. November 2006 | 7.521 klicks

Nachdem wir bereits gestern über das Google-Copy-Paste-Syndrom berichteten, heute noch ein kleiner Nachtrag in Form einer Pressemitteilung, welche ich auf dem Presseportal gelesen hatte.

Hannover (ots) – Der Textklau aus dem Internet grassiert: Rund dreißig Prozent der Studierenden geben bei Umfragen zu, dass sie ihre schriftlichen Arbeiten mit Kopieren-Einsetzen (Copy-Paste) erstellen. In seinem Buch „Das Google-Copy-Paste-Syndrom“ analysiert Stefan Weber den grundlegenden Wandel dieser Kulturtechnik von der eigenen Idee und der eigenen Formulierung hin zu einer „Umgehung des Hirns“ und der Bearbeitung bereits vorhandener Textsegmente aus dem Internet. Das Buch umfasst 166 Seiten und kostet 16 Euro.

Bereits in der Schule und später dann im Studium wird Google das Tor zur Wirklichkeit: Schüler und Studenten ergoogeln ihr zu bearbeitendes Thema, kopieren geeignete Textbausteine und fügen diese ohne Quellenangabe in ihre schriftliche Arbeit oder ihr Referat ein. Abschließend passen sie das Layout an – und fertig ist die Hausarbeit. Diese „Recycling-Textkultur“ (Stefan Weber) gefährdet zunehmend die Ausbildung und die gesamte wissenschaftliche Textkultur. Cyber-Neusprech oder „Weblisch“, Chat- und SMS-kontaminiertes Bewusstsein, affirmative Bagatelle-Forschung, Technophilie und Bullshit-PR für neue Medien schaffen zudem ein Milieu, in dem eine Kritik des Internets und seiner Verwendung systematisch ausgeblendet wird.

„Das Google-Copy-Paste-Syndrom“ ist das erste deutschsprachige Sachbuch, das sich dem Kopieren-und-Einsetzen-Phänomen und den Folgen des Google-Wikipedia-Wissensmonopols widmet. Der Autor beobachtet kritisch die Ergoogelung der Wirklichkeit und die fortschreitende Austreibung des Geistes aus der Textproduktion. Er fragt, wie die Medienwissenschaft auf dieses Problem – wenn überhaupt – reagiert. Das Buch richtet sich an Lehrende in Schulen und Universitäten, die sich mit diesem neuen Problem konfrontiert sehen sowie an ein breites Publikum, das die neuen Medien verwendet.

Autor: Priv.-Doz. Dr. Stefan Weber, geboren 1970 in Salzburg (A), ist Medienwissenschaftler und Publizist. Unter anderem Autor der Bücher „Medien – Systeme – Netze“ (2001), „Was steuert Journalismus?“ (2000) und „Non-dualistische Medientheorie“ (2005). Herausgeber des Lehrbuchs „Theorien der Medien“ (2003). Seine Dissertation wurde bislang drei Mal plagiiert, zwei Plagiatoren wurde daraufhin der akademische Grad aberkannt.

Bibliografische Angaben:
Stefan Weber
Das Google-Copy-Paste-Syndrom (Telepolis) Wie Netzplagiate Ausbildung und Wissen gefährden Heise, November 2006, 166 Seiten, Broschur
ISBN 3-936931-37-2, ISBN 978-3-936931-37-2
16,00 Euro (D) / 16,50 Euro (A) / 28,00 sFr

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30. November 2006 | 6.568 klicks

Suchmaschinen Chef von Google, Eric Schmidt, hat den republikanischen Senatoren Tipps für die US-Präsidentschaftswahl 2008 gegeben. Sein Hinweis dabei ist, das das Web dabei unumgänglich ist. Schmidts sagte bei seiner Ansprache in Miami, dass die Republikaner das nächste Mal nur gewinnen, wenn sie das Internet besser nutzen.

 

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29. November 2006 | 7.104 klicks

Der Verband von 17 französich- und deutschsprachigen Zeitungen, Copiepresse in Belgien, will seinen Rechtsstreit gegen den Suchmaschinenbetreiber Google weiter ausdehnen. In der letzten Woche hatte die Gruppe einen Prozess gewonnen und mit ihren Forderungen erzielt, dass Google alle Publikationen der Verlage aus der Nachrichten Integrationsseite Google News entfernen muss. In Brüssel teilte Copiepresse gestern mit, dass man nun auch in anderen europäischen Staaten vor Gericht gehen werde.

Der Grund für die Klage ist, dass Google unerlaubt Artikel, Fotos und Grafiken veröffentlichte, ohne dies zu vergüten. Portalen wie Google News bringen die Inhalte der lokalen Tageszeitungen Content im großen Umfang ein, allerdings profitieren dadurch ausschließlich die Suchmaschinenbetreiber und nicht die Tageszeitungen die den Großteil der Arbeit haben. Inzwischen geht Copiepresse in Belgien auch gegen die Nachrichten Suche von Microsoft vor.

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29. November 2006 | 8.206 klicks

Plagiate wohin man blickt – durch das Internet, Suchmaschinen wie Google und vorallem die Digitalisierung von älteren Texten und Büchern machen es immer leichter Texte mit „Copy“ und „Paste“ zu kopieren und diese dann ohne Quellverweis als geistiges Eigentum auszugeben. In Schulen und Universitäten wurden in den vergangenden Jahren zahlreiche Plagiatsfälle aufgedeckt. Die Folge dessen wird sein, das wir uns früher oder später in einer Textkultur ohne Hirn befinden werden, so Stefan Weber in seinem Neuen Buch „Textkultur ohne Hirn“.

Der Medienwissenschaftler glaubt, dass 90 Prozent aller Recherchen für akademische Arbeiten und Referate mit „Google“ starten, was generell ja kein Problem wäre. Problematisch ist vielmehr, dass eine unbekannte Zahl an Studenten mit der Google Recherche ihre Recherchetätigkeit insgesamt bereits wieder abschließen und sich dazu verleiten lassen, die recherchierten Texte gleich direkt eins zu eins und vorallem unzitiert in ihre Arbeit übernehmen.

Wo der bereits angewendete Stil hinführt, skizziert Weber so: „Eine vollständige Recycling-Textkultur ohne Hirn würde den intellektuellen Stillstand bedeuten: das ewige Re-Make des schon Existierenden.“ Doch noch gebe es „Content-Produzenten“, die ihr Hirn noch einschalten und „den Rohstoff für die Plagiatoren liefern“.

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29. November 2006 | 6.839 klicks

Google AdSense – Wieviel Geld sie mit Anzeigen von Google AdSense verdienen können hängt von der Nachfrage der Werbeplätze zu diesem Thema und vom Content der Webseite ab. Die Entschädigungen pro Klick liegen zwischen wenigen Cents und circa 50,00 Euro. Dies Klickpreise für AdSense Anzeigen variieren so stark, da sie von den verwendeten Keywords abhängen.

In Europa lassen sich Klickpreise von bis zu 50,00 US Dollar wie in den USA, selbst bei hart umkämpften Themen nicht realisieren. Der Suchmaschinen Preisindes Spixx liefert eine Übersicht der gutbezahlten Keywords in Deutschland.

Wie oben beschrieben lässt sich mit den Google AdSense ein Business Modell ableiten: als erstes wählt man ein gut bezahltes Thema aus und als zweites erstellt man eine Webseite zu dem Thema und bindet Google AdSense mit ein.

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29. November 2006 | 7.888 klicks

Nur noch in dieser Woche werden bei Google Answers neue Fragen angenommen, denn Google stellt seinen Antwortdienst, der schon seit April 2002 existiert, zum Ende des Jahres endgültig ein. Google Answers war das erste Projetkt das über die normale Suchmaschine hinaus ging. Die Gebühren pro Recherche gingen von 2,- US Dollar bis maximal 200,- US Dollar hoch.

In den 4 Jahren Laufzeit von Google Answers waren mehr als 800 Personen beteiligt, laut Google werden die von ihnen zusammengestellten Antworten auch weiterhin recherchierbar bleiben. Das Unternehmen Answers.com demonstriert wie viel Geld allein mit Fragen- und Antwortdiensten bewegt werden kann, nach eigenen Angaben erwirtschaftete das Unternehmen im letzten Quartal 1,8 Millionen US Dollar Umsatz und einen Verlust von 1,2 Millionen US Dollar, die täglichen Zugriffsraten belaufen sich durchschnittlich auf 3 Millionen Zugriffe.

Abschliessend sei noch erwähnt, das Answers.com vor kurzem eine Kooperation mit Yahoo einging.

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29. November 2006 | 6.997 klicks

Seit der Übernahme von Google erfreuen sich die beiden Informationsanbieter YouTube und Google über steigende Webseitenzugriffe. Besonders YouTube profitiert von seinem neuen Eigentümer. Laut Comscore verzeichnete das Video Portal, seit der Übernahme im September, allein bis zum Oktober 2006 eine Steigerung von 24 Prozent nur in Großbritannien. Die Synergieeffekte haben zumindest vorübergehend auf beiden Seiten positive Entwicklungen hervorgerufen.

Im Oktober lag Google allein in Großbritannien mit den meisten Suchanfragen an der Spitze, sogar die Zugriffsraten von Microsoft Webseiten wurden übertroffen. Google verzeichnete 24,816 Millionen Anwenderzugriffe, während Microsoft mit 24,798 Millionen kurz dahinter lag. Auf Platz drei und vier folgen laut BBC mit 16,34 Millionen Zugriffen Ebay und Yahoo. Allerdings basieren die ausgewerteten Daten auf das Surfverhalten von 15 Jährigen Online Usern.

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28. November 2006 | 6.387 klicks

Amerikanische Sicherheitsexperten warnen bei Googles Suchapplikationen vor Sicherheitslücken, die Pishingattacken ermöglichen sollen. Betroffen sind sowohl die Google Search Appliance, als auch das Google Mini, welche von Unternehmen und Organisationen eingesetzt werden, um Suchfunktionen auf ihren Webseiten zu integrieren und somit das wiederfinden von Dokumenten zu erleichtern.

Im Umgang mit bestimmten Zeichen kommt es bei dem Tool wohl zu Fehlern, welche es möglich machen Weblinks zu erstellen, die dem User vorgaukeln es seien vertrauenswürdige Links, dies jedoch nicht sind, da sie auf Webseiten führen, welche zum ausspionieren von vertraulichen Daten der Anwendern benutzt werden.

Ein Google Sprecher meldete, dass es bislang noch keine Angriffe über Googles Search Appliance oder Google Mini gäbe, sie aber ihre Kunden informiert hätten und das Problem mit dem nächsten Softwareupdate behoben wird.

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28. November 2006 | 7.262 klicks

Neues im Bereich der Finanzmärkte ist von der Wall Street zu vernehmen, wo die Google Wertpapiere gute 4 Prozentpunkte einbüssten und damit wieder unter die 500 US-Dollar Marke je Aktie gerutscht sind. Als Grund wird ein Artikel der Finanzzeitung „Barron’s“ angegeben, der die Aktien als überwertet bezeichnet hatte. Erst in der letzten Woche hatte Google das Rekordhoch von über 500 US Dollar pro Aktie erreicht.

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28. November 2006 | 5.373 klicks

Eine ersten 3D Maus, welche sich besonders beim Einsatz von Google Earth als hiflreich erweisst wurde von Logitech pünktlich zum Weihnachtsgeschäft vorgestellt. Der neue SpaceNavigator von 3Dconnexion, einer Tochterfirma von Logitech, ist die perfekte Steuerung für Programme wie Google Earth oder Google SketchUp.

Mit der 3D Maus SpaceNavigator bewegen sich die Anwender flüssig, schnell und intuitiv in 3D Umgebungen, das zoomen sowie drehen der 3D Objekte ist spielend einfach möglich. Laut Hersteller soll die Navigation nicht nur einfacher, sondern auch genauer werden. Der empfohlene Verkaufspreis liegt bei der SpaceNavigator PE (Personal Edition), die nur für private und nicht für gewerbliche Kunden ist, bei 59,- € und für die Standard Edition bei 99,- €.

Ab dem 28. November soll der SpaceNavigator von großen Online Versandhäusern vertrieben werden. 3Dconnexion ist eine 100 prozentige Tochter von Logitech und ist führender Anbieter von 3D Navigation Devices für 3D Design und Visualisierung.

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28. November 2006 | 6.587 klicks

Im März hatte das Brüsseler Gericht in erster Instanz entschieden (seekXL berichtete), dass Suchmaschinen Marktführer Google sein belgisches Newsangebot (alle Artikel und Fotografien), die aus deutsch- oder französischsprachigen Zeitungen stammen, entfernen muss. Zur Übernahme der News, gab es zwischen dem belgischen Medienunternehmen und Google keine Vereinbarung, das berichtete die Tageszeitung Le Soir. Google wurde aufgefordert neben der Entfernung aller Artikel zusätzlich auf google.be und news.google.be auf das Urteil hinzuweisen. Google hatte laut Gerichtsurteil die Autorenrechte massiv verletzt.

Bei der Verhandlung von Googles Einspruch, einigte sich der Suchmaschinenriese mit Sofan (3700 Fotografen), sowie Scam (vertritt Journalisten) darüber, wie Google News auf belgische Inhalte verweisen darf. Die endgültige Entscheidung soll aber erst im Januar kommenden Jahres getroffen werden.

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27. November 2006 | 5.749 klicks

In Italien hat ein Gewalt-Video, das auf einer Google Seite veröffentlicht wurde, für Aufregung und Entsetzen gesorgt. Das Video zeigt vier Jugendliche die einen behinderten 17-Jährigen schlagen und sich über ihn lustig machen.

Den Mitarbeitern des Suchmaschinenbetreibers Google wird vorgeworfen, die Überprüfung vom Inhalt des Videos versäumt zu haben. Gegen die vier Jugendlichen, sowie einen Lehrer wird ebenfalls ermittelt.

Die europäische Google Sprecherin entschuldigte sich umgehend für das entstandene Leid, das durch die Veröffentlichung des Videos entstanden ist. Google hatte das Video unmittelbar nach Inkenntnisnahme entfernt und unterstützt die italienische Polizei bei Ihren Ermittlungen.

Grundsätzlich dürfen bei Google keine Gewaltvideos veröffentlicht werden, allerdings werden täglich tausende Videos hochgeladen, bei denen man sich weitgehend auf Hinweise von Internet Nutzern verlasse. In den USA stuft Google sich selbst als Verbreiter von Informationen ein und bestreitet so eine redaktionelle Veranwortung für Inhalte der automatisch generierten Seiten. Gegen Google Video, sowie gegen die von Google übernommene Plattform YouTube wird zusätzlich wegen Urheberrechtsverstöße, etwa ohne Erlaubnis hochgeladene TV Mitschnitte, ermittelt. So musste YouTube alleine im Oktober fast 300.000 Videos löschen.

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