2500 Euro für beste Propagandaaktion gegen OOXML Anerkennung

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2500 Euro für beste Propagandaaktion gegen OOXML Anerkennung
28. Juni 2007 | 5.863 klicks

Wie berichtet, versucht Microsoft bereits seit geraumer Zeit, sein „Office Open XML„-Fileformat von der ISO als Standardformat anerkennen zu lassen. Erste Erfolge waren dabei, das die Industrievereinigung ECMA, das OOXML Fileformat bereits als Standardformat anerkannt hat und führt nun die Standardisierungsbemühungen selbst weiter. In der IT-Branche bleibt jedoch weiter der fade Beigeschmack, das OOXML ein Versuch Microsofts ist, das Open Document Format“ (ODF), durch einen unter Microsoft Kontrolle stehenden Gegenentwurf zu schwächen. Daher auch verständlich das sich im Netz Widerstand auftut, gegen die Anerkennung von Microsoft seinem OOXML als ISO-Standard. Ein Beispiel für diesen Widerstand ist die Aktive Lobbyarbeit der Foundation for a Free Information Infrastructure (FFII), welche nun eine Propagandaaktion gegen die Anerkennung von OOXML gestartet hat.

Die FFII hat einen Geldpreis ausgelobt, für die beste Propagandaaktion gegen die Anerkennung von OOXML, welcher mit 2500 Euro dotiert ist. Die Aktion trägt den Namen „Kayak Award„, welcher angelehnt ist an den Versuch von Aktivisten aus dem Jahr 2005, welche in Strassburg, im Stil von Greenpeace, mit Kayaks gegen eine von den Patentbefürwortern gemietete Jacht anpaddelten. Microsoft versuchte damals die Patentierung von Software, wogegen sich ebenfalls massiver Widerstand auftat. FFII-Veteran Benjamin Henrion sagte hierzu in einem Bericht auf de.internet.com: „Microsoft gibt Millionen aus, um Unterstützung zu ‚kaufen’…Aber es gibt bereits einen ISO-Standard für Textverarbeitung, nämlich ODF. OOXML ist Microsofts Versuch, diesen existierenden Standard zu untergraben, damit seine absolute Dominanz in der Welt der Bürodokumente nicht gefährdet wird. Es wird Zeit dafür, dass Aktivisten weltweit erklären, wieso Microsofts Format weder offen, noch ein Standard, noch XML ist.

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