Amazonas Indianer im Schutz von Google Earth

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Amazonas Indianer im Schutz von Google Earth
15. Juni 2007 | 5.824 klicks

Google arbeitet an einem Plan, der es den Amazonas Indianern ermöglichen soll, die Google-Earth-Technologie einzusetzen, um mit Hilfe von Satellitenanbietern auf die Notlage des Indianer-Stammes aufmerksam zu machen. Amazonas Indianer-Häuptling Almir Surui, der erste Surui Indianer mit einem College-Abschluss, war im Mai nach Kalifornien aufgebrochen, um bei Google nach Satellitenaufnahmen zu fragen, welche sein 243.000 Hektar großes Stammesgebiet zeigen. Surui stiess dabei mit seiner Anfrage bei Google auf offene Ohren.

Durch die Hilfe von Google kann das Projekt die Weltaufmerksamkeit auf den Kampf der Surui lenken, da durch Google weltweit 200 Millionen Google Earth User erreicht werden, zitiert der San Francisco Chronicle die Google-Sprecherin Megan Quinn. Durch hochauflösendere Satellitenbilder erhofft sich Almir Surui, nicht nur eine bessere Überwachung von Holzfällern, sondern ebenso die Stärkung der Surui-Kultur, durch eine Katalogisierung von Jagdgründen, medizinischen Pflanzen, Friedhöfen und Heiligtümern.

Bereits in der Vergangenheit hat Google mit seinem Google Earth Dienst, für Umwelt- oder humanitäre Zwecke Hilfe geleistet. Im April hatte Google, in Zusammenarbeit mit dem Holocaust Memorial Museum, den Bürgerkrieg in der sudanesischen Krisenregion Darfur in den Blickpunkt der Öffentlichkeit auf Google Earth gestellt. Nach Einbindung des Layers „Crisis in Darfur“ findet der User durch Flammen markiert Standorte von 1.600 Dörfern, welche von arabischen Reitermilizen zerstört worden sind. Nach Klick auf die Flammen erscheinen Informationen in Form von Fotos und Daten, über das Ausmaß der Zerstörung.

3 Reaktionen zu “Amazonas Indianer im Schutz von Google Earth”

  1. Thomas Am 15. Juni 2007 um 08:50 Uhr

    Auch wenn es vermutlich ein PR-Stunt ist: Wirklich nobler Zug von Google. Ob es viel Aufmerksamkeit für die Probleme der Indianer bringt, bleibt dahingestellt, aber der Gedanke zählt.

  2. Baynado Am 15. Juni 2007 um 13:36 Uhr

    Ich finde es gut das Google sich für die Indianer im Amazonas engagiert. Natürlich ist es auch PR von Google aber der Zweck ist es der zählt.

  3. seekXL Am 15. Juni 2007 um 13:52 Uhr

    Glaub auch das der Gedanke zählt und der ist positiv. In Sachen PR gibt es andere Dienste, wo man mehr trommeln müsste wie bei Google Earth. Da haben die noch den Streetview Layer im Rennen, der wird schon für mehr Wirbel noch Sorgen wie denen lieb ist.

    Ich musste ein wenig schmunzeln, als ich mir bildlich vorgestellt habe, das Almir sein Weg startete, schön mit Federschmuck auf dem Kopf ausgestattet und dann „i´m walking down the street, i´m talking the Google Lead ^^“

    Die Empfangsdame im Google Hauptquartier wird da nicht schlecht gestaunt haben, als er angekommen war und vor Ihr stand.