Auf der Flucht vor dem Etwas

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Auf der Flucht vor dem Etwas
10. Mai 2008 | 4.336 klicks

Wenn du vergisst, was du am 03. Februar 2008 im Internet getan hast, wird dich Etwas immer daran erinnern. Schenkst du dem Etwas einen Account, sei es für das Mailprogramm oder nur zur Tabellenkalkulation – es wird dich verfolgen wohin du auch klickst. Datenblätter länger als 1000 Toilettenpapierrollen. Detailreicher als das Protokoll der Gerichtsverhandlung.

Von 00:00 Uhr bis 23:59 Uhr zeichnet es alles auf. Kein Klick, kein Tastendruck im Eingabefeld, bleibt verborgen – Ja selbst die internen Bewegungen auf Webseiten werden genau verfolgt.

Webseiten, Bilder, Nachrichten, Blogs oder Orte von anderen Personen, was du auch anschaust, die Flucht wird schwer und viele bemerken es nicht.

Vermutlich gibt es dir anhand der Analysen sogar individuelle Ergebnisse. Gefällt es dir so unter die Lupe genommen zu werden? Willst du es vermeiden, dann gibt es nur einen Weg. Abschalten! Nicht den Rechner, sondern diese Funktion. Alle gesammelten Daten kannst du auch per Hand löschen, dass ist der Vorteil. Ob diese dann wirklich weg sind, ist eine andere Frage. Doch der Wille zählt und der gute Glaube sichert.

Für die meisten werden es keine Neuigkeiten sein. Doch im Sinne von „Web 2.0 – Welcome transparent User“ zeigt es doch, wie stark man protokolliert wird, wenn man sich nicht zu helfen weiß.

9 Reaktionen zu “Auf der Flucht vor dem Etwas”

  1. dgo Am 10. Mai 2008 um 15:06 Uhr

    tja, dat kommt wenn man die googletoolbar installiert, ohne die software werden nur die dinge die man auf googles seiten macht geloggt.

  2. seekXL Am 11. Mai 2008 um 12:15 Uhr

    @ dgo … wenn man es das nur wäre 😉

  3. bluup Am 11. Mai 2008 um 18:38 Uhr

    Sich über die web History aufregen aber im Footer sowas hier einbauen: http://www.google-analytics.com/urchin.js tzzz das sind die richtigen!

  4. Eisy Am 11. Mai 2008 um 20:09 Uhr

    Hallo bluup,

    zunächst hat sich natürlich niemand über die History aufgeregt. Ist ein reiner Beitrag, unterlegt mit Screenshots. Keine anregende Stimmung, keine Aufregung. 😉

    Dazu hat diese History nicht wirklich etwas mit Analytics zutun, sondern vielmehr intern von Google mit der „Erlaubnis“ und extern mit der Google Toolbar. 🙂

    Schöne Pfingsten.

  5. budhhy Am 12. Mai 2008 um 00:19 Uhr

    oder Custumizegoogle installieren und dort unter Privatsphäre bestimmte einstellungen vornehmen.

  6. budhhy Am 12. Mai 2008 um 00:21 Uhr

    oder ixquick als Suchmaschine verwenden.

  7. budhhy Am 12. Mai 2008 um 00:50 Uhr

    Schreibfuhler
    heisst natürlich CustomizeGoogle.com/de und nicht wie oben geschrieben Custumizegoogle.

  8. Sonja, Webdesign Köln / Bonn Am 17. Juni 2008 um 20:36 Uhr

    Ich muss zugegen, dass mich das Thema Datenschutz an allen Ecken und Enden – ob nun im Web oder in der „non-virtuellen“ Welt – allmählich nervt. Man hat irgendwie das Gefühl, als könne man nix aber auch echt absolut gar nix mehr nutzen ohne sich in irgendeiner Form damit an Mr. Unbekannt zu offenbaren. Und ehrlich gesagt bin ich nicht bereit, auf die täglichen kleinen Helferlein, die ach so gefährlich sein sollen, zu verzichten sondern denke mir, ich habe nix Wildes zu verbergen… was soll`s also ? Das mag treudoof klingen , aber damit bin ich nicht alleine…

  9. Eisy Am 19. Juni 2008 um 14:25 Uhr

    Hallo Sonja,

    im Prinzip ist es mir auch egal ob Google sieht auf welche Seiten ich gehe oder nicht. Denn wenn man viele Browser mal anschaut, führen die eine Alexa-Toolbar und ganz ehrlich, wer glaubt daran das Alexa die Abläufe der User nicht auch verfolgt und diagnostiziert. 🙂

    Der Beitrag hier oben ist ja zum Glück nicht Standard. Wenn du dich bei Google nicht einloggst, so sollte auch keine History über deine Surf-Gewohnheiten geführt werden.

    Du hat aber Recht, es ist sehr nervig das überall das Thema Datenschutz und **** jetzt fehlt mir das Wort zur Datenspeicherung 😀 **** diskutiert wird.

    Na ja, treudoof klingt es ja auch nicht wenn dir dies sozusagen „egal“ ist. Ist ja legitim und wenn du nichts zu verbergen hast, kann auch Google deine Bewegungen ruhig sehen. Wir sprechen ja nicht von persönlichen Infos wie Bankdaten oder Anschriften. Menschen die im Netz aber viel wegen einer Krankheit unterwegs sind, legen mit dieser History auch eine „indirekte“ Krankenakte für Google auf den Tisch. Man kann ja auswerten was du alles suchst und anhand dessen spekulieren was du für Krankenheiten hast.

    Ist alles etwas seltsam daher höre ich nun auch auf zu tippen und wünsche eine restlich schöne und erfolgreiche Woche an alle Leser! 🙂

    Beste Grüße,

    Eisy