eBay schliesst seine chinesische Webseite

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eBay schliesst seine chinesische Webseite
29. Dezember 2006 | 12.338 klicks

Der weltgrößte Onlineauktionär eBay will seine chinesische Webseite schließen und stattdessen mit dem lokalen Anbieter Tom Online in China präsent bleiben. eBay zahlt 40 Millionen US-Dollar für seinen 49 Prozent Anteil an dem Gemeinschaftsunternehmen. Branchenexperten werten diesen Schritt von eBay als Eingeständnis dafür, dass es das Auktionshaus zumindest in China schon einmal nicht geschafft hat sich durchzusetzen und somit gescheitert ist.

Zuletzt verlor eBay gegen den chinesischen Konkurrenten Taobao, der im Jahr 2005 57,7 Prozent der Marktanteile für sich in Anspruch nahm und eBay mit 31,5 Prozent auf Platz 2 verwies.

Es lag wohl bei eBay nicht am geringen Wachstum seines Auktionshauses, sondern an den massiven Verlusten an Marktanteilen und an dem Druck der chinesischen Regierung, welchen sich ausländische Unternehmen ständig in China aussetzen lassen müssen, so Kenner des chinesischen Marktes. Bisher hat eBay einmal 180 Millionnen US-Dollar für die Marktanteile von Eachnet, dem damals größten Online Auktionshaus in China, bezahlen dürfen und weitere 100 Millioanen US-Dollar an Marketingkosten allein für das Jahr 2005.

In China musste sich selbst Google der chinesischen Regierung unterwerfen und eine zensierte Version seine Suchdienstes anbieten. Sollte Google jedoch der Regierung zu groß werden, wäre es denkbar das die chinesische Regierung einmal mehr, Google mit einem Genehmigungsverfahren unter Druck setzten würde.

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