Google Australien – Australien verklagt Google wegen Irreführung

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Google Australien – Australien verklagt Google wegen Irreführung
12. Juli 2007 | 7.186 klicks

Google bekommt Ärger in Australien. Wegen Irreführung und Täuschung von Internet Usern, hat die staatliche australische Verbraucherschutz-Kommission (ACCC), heute Klage gegen Suchmaschinen Weltmarktführer Google eingereicht. Vorwurf der ACCC an Google ist, dass als Suchergebnis gelieferte Anzeigen, klar auch als solche zu kennzeichnen sind. Es muss für den Internet Laien ersichtlich sein, dass es sich hier im Anzeigen handelt und nicht um normale Suchergebnisstreffer. Durch die Klage gegen Google, versuchen die australischen Verbraucherschützer zu erreichen, dass Google seine Anzeigen immer als solche kennzeichnen und auf deren Korrektheit überprüfen muss.

Weiterhin wird von Google Australien gefordert, das der Suchmaschinen Riese sicherstellt, dass Anzeigen keine irreführenden Angaben oder falsche Tatsachen enthalten. Die Niederlassung von Google in Australien kündigte umgehend Widerstand gegen die Klage an und bezeichnete diese als „gegenstandslos„. Google wird sich „heftig dagegen wehren„, da die Klage, ein indirekter Angriff gegen alle australischen Suchmaschinen ist und Webseiten, welche die Daten und Services dieser nutzen.

Die Verbraucherschützer berufen sich bei ihrer Klage auf einen Fall aus dem Jahr 2005, wo zwei Autohändler geklagt haben, das die Werbung für „Autohändler in Newcastle“, auch zu einem Autohändler aus der Region führen muss und nicht zu einer Kleinanzeigen Webseite, eines Konkurrenten. Das ist nach australischen Handelsrecht „irreführendes und täuschendes Verhalten„, so Aussagen der Verbraucherschützer. Man verlangt daher vom Bundesgericht in Sydney, dass sowohl „Trading Post„, als auch Google Australien“ untersagt wird, solche irreführenden Anzeigen zu veröffentlichen.

Das Bundesgericht in Sydney hat die erste Anhörung der ACCC, für den 21. August als Termin angesetzt. „Sollte das Gericht urteilen, dass eine Suchmaschine verantwortlich für die Überprüfung aller bezahlten Anzeigen ist, dann hätte das riesig große Folgen„, sagte Shara Evans von der IT-Beratungsfirma Market Clarity. „Dann müsste Google die Rolle eines Polizisten übernehmen, der den Inhalt der Anzeigen kontrolliert.

Weitere Informationen zur Google Australien Klage, findet man im Web auf diepresse.com, GoogleFokus und weitere …

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