Google erweitert Angebot um Google Web History

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Google erweitert Angebot um Google Web History
24. April 2007 | 6.475 klicks

Suchmaschine Google hat letztes Wochenende angekündigt, sein Online Angebot um eine Funktion erweitern zu wollen. Die Funktion „Google Web History“ soll dem Nutzer dauerhaft die Möglichkeit geben, seine Bewegungen im Internet nachvollziehen zu können. Aktuell hatte man nur die Möglichkeit, über die Search History, seine Internet Aktivitäten nachvollziehen zu können. Eine neue Funktion die jedoch nicht nur positive Stimmen hervorruft, sondern bei deutschen Datenschützern auf Ablehnung stösst, da man um die Privatsphäre der Internet Surfer fürchtet.

Durch die neue Google Web History soll es dem Surfern ermöglicht werden, auch nach Wochen noch zu sehen, welche Webseiten, Bilder, Videos oder andere Inhalte er bei seinem Besuch im Internet abgerufen hat. Die gespeicherten Daten werden dazu auf Servern von Google vorgehalten.

Der Nutzer hat ausserdem die Möglichkeit, über eine Volltextsuche, gezielt nach Informationen zu forschen, welche auf einer seiner besuchten Webseiten gesehen hat. Google hat durch die Daten der Web History zudem die Möglichkeit, die Ergebnisse von Anfragen bei seiner Suchmaschine, den Gewohnheiten des jeweiligen Nutzers anpassen und auszuwerten. Um die Google Web History nutzen zu können, ist sowohl ein Google Account notwendig und eine installierte Google Toolbar.

2 Reaktionen zu “Google erweitert Angebot um Google Web History”

  1. ricdes Am 24. April 2007 um 15:48 Uhr

    Ich würde mich eher fragen ob dies nicht noch eine Möglichkeit ist für Google „genauere“ Anzeigen für die breite Masse anzuzeigen.

    Mittlerweile frage ich mich nämlich schon warum Google die Rss Feeds kennt die ich lese (benutze keinen GoogleFeedreader) und sie dann bei Gmail einblendet.

    Ich tendiere zur Zeit von Google weg, da mir das ganze langsam zu Unheimlich wird. Eine solche Datenkrake sollte man nicht füttern, denke ich.

  2. seekXL Am 24. April 2007 um 17:11 Uhr

    Hi Ricdes,

    da geb ich Dir Recht, so wirklich gut ist es sicher nicht, wenn es ein Unternehmen gibt, was über jeden auf der Welt personenbezogene Daten speichert und diese auch nutzt. Ich glaube aber, das hier der Zug bereits viel zu lange schon abgefahren ist und auch nicht mehr gebremst werden kann.

    Wenn man sich mal überlegt was alles bereits erfasst wird, dann fehlt doch nicht mehr viel, was sie nicht wissen.

    Google weiss wieviel Besucher Du mit deiner Webseite hast und was das für Dich wichtigste Suchwort ist, mit Google Analytics. Weiterhin wissen Sie auch wieviel Du verdienst, da sie ja mit Google AdSense wissen was an Dich überwiesen wird und ebenso auch sicher sein können, das es Dein Konto ist. Ich glaube die Schufa-Klausel ist „noch“ nicht integriert, gibt dann aber nochmal Extra Infos über deine Finanzen.

    Google weiss weiterhin, mit wem Du dich schreibst und was Du schreibst – siehe Google GMail 🙂 und naja, das lässt sich doch endlos weiterführen mit Diensten wie Google Checkout, Google Earth (damit Sie dir auch ins Wohnzimmer schauen können), Google Base und und und… wenn Du noch eine Google Toolbar installiert hast, rundet man es als User für Google sogar noch perfekt ab…

    Die restliche Politik läuft so ab wie bisher… wer gut ist und sich rauskristalisiert aus der Menge => wird einfach aufgekauft 🙂 Hat Microsoft doch früher nicht anders gemacht mit Firewall Konkurrenten etc. etc.

    Die Datenrakete zu füttern ist glaub ich auch leichter gesagt wie getan, da Du ja nicht beeinflussen kannst, was andere über Dich schreiben und demzufolge, auch an Informationen die auswertbar sind, wieder entstehen.

    Aber 😮 Das ist auch nur meine unbedeutende Ansicht und ich kann Dir nur verraten, das Du mir deinem Denken da im Bezug auf Google, nicht alleine dastehst.