Google Mitarbeiter darf 20 Prozent der Arbeitszeit für Ideen & eigene Kreativität reservieren

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Google Mitarbeiter darf 20 Prozent der Arbeitszeit für Ideen & eigene Kreativität reservieren
10. April 2006 | 5.089 klicks

Die Kultur von Google heisst es in einem Bericht auf medienbote.de, welcher über ein paar interne Regelungen der Google Mitarbeiter informiert. Wer also schon immer wissen wollte wie schwer es die Angestellten der Welt-Suchmaschine Google haben, für den ist der folgende Bericht sicher interessant:

BVZM: Die Kultur von Google

Ende des Jahres 2005 beschäftigte die in Mountain View im US-Bundesstaat Kalifornien ansässige Firma Google 5.000 Mitarbeiter und verfügte über 7,6 Milliarden US-Dollar in bar und Äquivalenten. Im Jahr 1999 war der Anfang. Gründer waren die Stanford-Studenten Sergey Brin und Larry Page. Seit 2000 produziert die Firma in ununterbrochener Folge nützliche Suchanwendungen für das Internet, die inzwischen Texte, Bücher, Videos, Blogs, Karten, Instant Messaging, Desktop, Fotos, SMS, Nachrichten, Produkte und andere Inhalte umfassen.

Hinter der hohen Produktivität steht eine klare Philosophie, die zehn goldenen Google-Regeln. Wer ins Team kommt, muss sich mindestens sieben Interviews stellen, alle arbeiten in kleinen Teams, die Koordination muss übersichtlich sein, alle kommunizieren über ein firmeneigenes Web, 20 Prozent der Arbeitszeit kann jeder für Ideen und seine eigene Kreativität reservieren. Nahezu alles an lästigem Alltagskram, was Zeit stiehlt, übernimmt die Firma oder ist auf dem Firmengelände zu haben. Alles, was einen „Knowledge Worker“, wie es Peter Drucker bereits 1959 nannte, vom Arbeiten abhält, ist aus dem täglichen Kreis der Google-Ingenieure verbannt.

Ebenfalls verlangt die Firmenphilosophie den Konsens anzustreben, und was nicht quantifizierbar ist, hat schlechte Chancen, in Projekten umgesetzt zu werden. Die Google-Gründer haben ein Faible für unkonventionelle Management-Praktiken. „Erstelle Deine eigenen Regeln“, lautet einer der Glaubenssätze, die im Google-„Owners Manual“ stehen. Die Mehrheit der Google-Produkte und -Dienstleistungen kam von der Ingenieurs-Basis, aus der Kraft der 20 Prozent Herumprobierzeit. Kürzlich bot Google der Stadt San Francisco an, das ganze Stadtgebiet mit WLAN auszustatten. Die Morgenröte eines Google-Internets weltweit? Dann wäre der Schritt zum Content-Lieferanten nicht mehr weit. Bernt von zur Mühlen arbeitet als Medienberater und Publizist in Luxemburg.

Quelle der Meldung: medienbote.de

Datum der Meldung: 10.04.2006

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