Google und das Google-Copy-Paste-Syndrom

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Google und das Google-Copy-Paste-Syndrom
29. November 2006 | 8.187 klicks

Plagiate wohin man blickt – durch das Internet, Suchmaschinen wie Google und vorallem die Digitalisierung von älteren Texten und Büchern machen es immer leichter Texte mit „Copy“ und „Paste“ zu kopieren und diese dann ohne Quellverweis als geistiges Eigentum auszugeben. In Schulen und Universitäten wurden in den vergangenden Jahren zahlreiche Plagiatsfälle aufgedeckt. Die Folge dessen wird sein, das wir uns früher oder später in einer Textkultur ohne Hirn befinden werden, so Stefan Weber in seinem Neuen Buch „Textkultur ohne Hirn“.

Der Medienwissenschaftler glaubt, dass 90 Prozent aller Recherchen für akademische Arbeiten und Referate mit „Google“ starten, was generell ja kein Problem wäre. Problematisch ist vielmehr, dass eine unbekannte Zahl an Studenten mit der Google Recherche ihre Recherchetätigkeit insgesamt bereits wieder abschließen und sich dazu verleiten lassen, die recherchierten Texte gleich direkt eins zu eins und vorallem unzitiert in ihre Arbeit übernehmen.

Wo der bereits angewendete Stil hinführt, skizziert Weber so: „Eine vollständige Recycling-Textkultur ohne Hirn würde den intellektuellen Stillstand bedeuten: das ewige Re-Make des schon Existierenden.“ Doch noch gebe es „Content-Produzenten“, die ihr Hirn noch einschalten und „den Rohstoff für die Plagiatoren liefern“.

Eine Reaktion zu “Google und das Google-Copy-Paste-Syndrom”

  1. Suchmaschinen Blog – Weblog » Neues Buch über das Google-Copy-Paste-Syndrom Am 30. November 2006 um 21:56 Uhr

    […] Nachdem wir bereits gestern über das Google-Copy-Paste-Syndrom berichteten, heute noch ein kleiner Nachtrag in Form einer Pressemitteilung, welche ich auf dem Presseportal gelesen hatte. […]