Microsoft beschuldigt Google der Copyright-Missachtung

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Microsoft beschuldigt Google der Copyright-Missachtung
6. März 2007 | 7.274 klicks

In einer Rede vor der „Association of American Publishers“ will Microsoft Justiziar Thomas C. Rubin, Suchmaschinen Konkurrent Google attackieren, dies geht aus seiner vorveröffentlichten Rede hervor. Er wirft Google vor, systematisch Urheberrechte zu verletzen und sich daran bereichern zu wollen.

Insbesondere kritisiert der Microsoft-Anwalt das Projekt Google Book Search, da es keine Rücksicht auf bestehende Copyright-Regelungen nehme. Rubin wird heute auf dem Jahrestreffen der AAP in New York sprechen.

Google habe einige Bibliotheken überzeugt, dem Unternehmen uneingeschränkten Zugang zu ihren Bücher Sammlungen einzuräumen, sowohl zu urheberrechtlich geschützten Büchern als auch solchen in der Public Domain. Zwar habe Google darüber hinaus Arrangements mit Verlagen getroffen, diesen aber 2004 unter Verweis auf eine „neue ‚fair use‘-Theorie“ den Rücken gekehrt: „Google verlieh sich selbst das einseitige Recht, ohne Genehmigung der Verlage komplette Kopien von urheberrechtlich geschützten Büchern anzufertigen, die nicht unter die Vereinbarungen mit den Verlagen fallen„, so Thomas C. Rubin laut seinem vorab veröffentlichten Redemanuskript. Microsoft hingegen scanne nur Bücher, deren Copyright abgelaufen sei oder aus anderen Gründen Teil der Public Domain sind. Darüber hinaus biete Microsoft den Verlagen zusätzlich die Möglichkeit, aktuelle Bücher in Microsofts Buchsuche zu integrieren und dabei selbst zu bestimmen, wie viel Text die Suchmaschinen-Nutzer vorab einsehen können. Damit grenze sich Microsofts Ansatz eindeutig von Konkurrent Google ab.

Microsofts Anwalt vermutet hinter Googles Verhalten ein System, welches beim Gebaren des Tochterunternehmens YouTube für alle deutlich werde. Bereits seit dem Beginn der Videoplattform in Führung von Google, beschwerten sich verschiedenste TV-Sender, Filmstudios und Plattenfirmen weltweit darüber, dass Google wissentlich Copyright-Verletzungen auf YouTube toleriere, was aus Sicht von Microsoft beunruhigend ist.

Google-Mitarbeiter hätten Werbekunden dazu inspiriert, gezielt sich Schlüsselwörter für ihre Werbeprogramme auszusuchen, welche dann auch bei Suchanfragen zu illegal kopierter Software platziert werden.

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