Microsoft kennzeichnet XBox-Betrüger

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Microsoft kennzeichnet XBox-Betrüger
27. März 2008 | 12.088 klicks

Wer innerhalb der Xbox 360 Community „Xbox-Live“ von Microsoft mit Cheats unterwegs ist und sich Vorteile verschafft, wird in Zukunft von Microsoft angemessen bestraft. Microsoft kennzeichnet diese Cheater offiziell und setzt die Punkte vom Account auf Null. So haben in Zukunft faire Spieler die Möglichkeit, den Betrügern von Beginn an auszuweichen.

Am Dienstag hat der Softwarekonzern Microsoft angekündigt, dass man in Zukunft verstärkt gegen Spieler vorgehen will, die innerhalb der Xbox-Live-Gemeinde sogenannte Cheats (Schummelcodes) einsetzen und sich damit Vorteile gegenüber anderen Mitspielern verschaffen. Künftig werden solche Spieler im Rahmen eines „Gamerscore Correction“ genannten Programms als Cheater gekennzeichnet, sobald Microsoft diese beim „betrügen“ erwischt. Mit dieser Methode will Microsoft den fairen Spielern die verbesserte Möglichkeit anbieten, dass Cheater direkt erkannt werden. Eine weitere Maßnahme die Microsoft durchziehen will, ist das Zurücksetzen der Punkte im jeweiligen Spiele-Account. „Es gibt keine Möglichkeit, eine Gamerscore Correction anzufechten“, äußerte Microsoft dazu auf einer offiziellen Seite. Der Punktestand von Spielern wird nur dann korrigiert, wenn wirklich alle Kriterien zu 100 Prozent erfüllt werden. Die Ermittlungsmethoden die dabei zum Einsatz kommen, sind mehrfach getestet und ohne Zweifel einwandfrei, teilte Microsoft über weitere Informationen mit.

Xbox-Manager Thomas Kritsch erklärte, „Wir haben eine Reihe von Möglichkeiten, um herauszufinden, ob in den Spieler-Accounts zu findende Punkte regelkonform zustande gekommen sind oder nicht. Nur ein geringer Prozentsatz der Community-Mitglieder bei Xbox-Live sind Cheater. Sie stellen aber ein Problem dar, da sie die übrigen Spieler mit ihren künstlich in die Höhe getriebenen Gamerscores an der Nase herumführen“, äußerte Kritsch weiter. Auch ist das Problem mit Cheatern nichts neues, denn schon seit Jahren verschaffen sich Gamer durch externe Hilfsmittel ihre Vorteile in Spielen. Die Maßnahmen sieht Kritsch als „angemessen an, eine Sperrung der Cheater-Accounts wäre ein wesentlich härterer Schritt gewesen“ der aber nicht angedacht ist. Auch will Microsoft diese Maßnahmen nur in den Fällen anwenden, wo wirklich in größerem Umfang geschummelt wird. Cheats setzt ziemlich jeder einmal ein, da kann man die Leute nicht direkt bestrafen.

„Die Gamerscore Correction soll eine abschreckende Wirkung auf die Nutzer haben und der Community klarmachen, dass die Anwendung von Betrugs-Techniken kein Spaß für uns ist“, so Kritsch seine etwas energischere Äußerung. Die Idee einen Spieler direkt ein Brandmark aufzudrücken zielt vor allem auf den Stolz der Spieler ab. Denn hier hofft man, dass dieser Stolz bereits davor schützt, solche Cheats einzusetzen. Wer ein solches Brandmark bekommt, bei dem könnte der Stolz deutlich angekratzt werden. „Die genaue Dauer der Kennzeichnung steht aber zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest.“ Damit räumt man Hoffnungen ein, dass solch ein Brandmark wieder entfernt wird, wenn man sich auf längere Dauer anständig benimmt.

Bei den Spielen der Xbox 360 ist der Gamerscore eine wichtige Funktion. Denn für gute Leistungen in Spielen, werden den Gamern darüber Punkte verliehen. „Im Falle eines nachgewiesenen Betruges setzen wir künftig nicht nur den Gamerscore der Betroffenen auf Null zurück, sondern nehmen dem Spieler auch die Möglichkeit, in dem entsprechenden Spiel auf legalem Weg Punkte zu sammeln.“ Das bedeutet im Klartext: Wer andere Spieler verarschen will, muss damit klarkommen das der eigene Gamerscore bei einem Nullwert eingefroren wird und man selbst auf den vernünftigen Wege nichts mehr sammeln kann.

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