Musikindustrie kritisiert Google Werbe Anzeigen auf illegalen Lyrik Seiten

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Musikindustrie kritisiert Google Werbe Anzeigen auf illegalen Lyrik Seiten
21. August 2007 | 3.600 klicks

Suchmaschine Google steht erneut im Kreuzfeuer der Kritik, dieses mal von der Musik Industrie. Die amerikanische National Music Publishers Association (NMPA), welche die Rechteinhaber von Songtexten vertritt, wirft Google vor, dass es Webseitenbetreibern ermöglicht Werbung auf Seiten zu schalten, welche mit urheberrechtlich geschützten Inhalten versuchen Geld zu verdienen und hat dazu Google kontaktiert, um über das Problem zu verhandeln.

National Music Publishers Association

Google sieht die Schaltung von Werbung auf Seiten mit Lyrik- und Songtexten nicht als das Problem von Google, sondern ist es die Aufgabe der Rechteinhaber, rechtlich gegen Seiten vorzugehen, welche sich illegal am geistigen Eigentum anderer Bereichern. Man sieht die Verantwortung als Suchmaschine lediglich darin, Werbeanzeigen von Seiten mit illegalen Inhalten zu entfernen, sofern der Fall der Urheberrechtsverletzung gegenüber Google gemeldet wird. „Wir nehmen Copyrights sehr ernst. Wir deaktivieren Werbung auf Webseiten in unserem Netzwerk, wenn wir darauf aufmerksam gemacht werden, dass sie neben urheberrechtlich geschützten Inhalten auftaucht„, heißt es seitens Google.

Die NMPA verschickt seit geraumer Zeit Schreiben an die Betreiber solcher illegalen Songtext-Webseiten, in denen rechtliche Schritte angekündigt werden, sofern die illegalen Liedtexte nicht sofort entfernt werden. Traurig hierbei ist, das sich von allen angeschriebenen Seiten, bisher nur ein Lyrics-Portal reagiert hat und wie gefordert die geschützten Texte von der Seite entfernt hat. Eleganter hat da Yahoo das Problem gelöst, welche zusammen mit Gracenote im April bekannt gegeben haben, das erste legale Lyrics Portal zu schaffen, welches die nötigen Rechte besitzt.

Weitere Informationen zur Kritik der Musikindustrie an der Google Werbung auf Lyrik- und Songtext Webseiten, findest Du im Netz auf zdnet.de und computerwoche.de.

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