Online Shops in Deutschland in tief greifender Umstrukturierung

Sie befinden sich hier:
»
»
Online Shops in Deutschland in tief greifender Umstrukturierung
24. Oktober 2006 | 7.942 klicks

Eine interessante Meldung zur aktuellen Entwicklung im Online Markt und generell zum Thema Online Shopping, gab es Heute ebenso auf dem presseportal.de zu lesen. Daraus hervor ging, das Google und Yahoo ihren Anteil an den gesamten, weltweiten Online-Umsätzen von 36 % auf 45 % steigern konnten. Und das sich der Online-Handel in einer tief greifenden Umstrukturierung sich befindet. Konnte man im Jahr 2005 durch den eigenen Bekanntheitsgrad mit Kunden rechnen, welche die Shop URL direkt im Browser eingegeben haben (zum Beispiel otto.de, quelle.de etc.), so sank diese TypeIN Quote dieses Jahr von 33% auf 18% herab. Nur als ein Beispiel von Pascal Finette, Experte für Online-Marketing und Vice President ChannelAdvisor Deutschland.

Berlin (ots) – Der Online-Handel befindet sich in einer tief greifenden Umstrukturierung. Pascal Finette, Experte für Online-Marketing, weist darauf hin, dass sich vor allem herkömmliche Internet-Shops neu in Richtung Suchmaschinen und Preisvergleicher orientieren müssen.

Im Rahmen einer Veranstaltung in München zum Thema E-Commerce berichtete Pascal Finette, Experte für Online-Marketing und Vice President ChannelAdvisor Deutschland, über die aktuellen Trends im Online-Markt. In einem insgesamt wachsenden Online-Markt – weltweit 2006 voraussichtlich plus 20 % – verändern sich derzeit die Strukturen dramatisch. So sinkt der Marktanteil von herkömmlichen Internet-Shops, die von Kunden direkt über die URL aufgesucht werden, 2006 auf 18 % gegenüber 33 % im Vorjahr. Während Marktplätze wie eBay oder Amazon ihre Position wohl behaupten können – 2006: 28 % gegenüber 26 % in 2005 – vergrößern vor allem die Suchmaschinen wie Google oder Yahoo ihre Position im Markt: Sie können ihren Anteil an den gesamten, weltweiten Online-Umsätzen von 36 % auf 45 % steigern.

„Der klassische, direkte Zugang zu Internet-Shops per URL-Eingabe funktioniert künftig nur noch für die ganz großen wie otto.de oder quelle.de“, erläutert Finette die Situation. „Für andere wird der indirekte Zugang über Suchmaschinen oder Marktplätze entscheidend; darauf müssen sie ihr Marketing ausrichten. Wer bei Suchmaschinen und Preisvergleichern nicht vertreten ist, der wird nicht gefunden und kann auch nichts verkaufen.“ Die früher heiß umkämpften URLs, verlieren damit nach Auffassung Finettes mehr und mehr an Bedeutung.

Finette weist außerdem darauf hin, dass die derzeit viel diskutierten Preisfinder mit 9 % nur einen relativ geringen Marktanteil aufweisen. Seiner Meinung nach benutzen jedoch viele Käufer die Preisfinder zur Absicherung von Kaufentscheidungen, die dann anderswo realisiert werden. „Die Käufer prüfen bei billiger.de oder ciao.de, ob der bei eBay verlangte Preis marktgerecht ist. Insofern ist es für Anbieter trotz des geringen Marktanteils wichtig, bei Preisfindern und Preissuchmaschinen präsent zu sein“, führte Finette auf dem Round-Table weiter aus.  Nach seiner Ansicht lassen sich diese weltweiten Trends uneingeschränkt auf den deutschen Markt übertragen.

ChannelAdvisor stellt Software-Lösungen zur Verfügung, mit denen Unternehmen Online-Marktplätze wie eBay oder Amazon professionell nutzen können. ChannelAdvisor Pro und AuktionMaster von ChannelAdvisor automatisieren die Verkaufsaktivitäten und unterstützen Abwicklung und Logistik. ChannelAdvisor vermittelt pro Jahr einen Kundenumsatz von mehr als 500 Millionen Euro (Gross Merchandise Volume). Zu den Kunden von ChannelAdvisor zählen IBM, KarstadtQuelle, Best Buy, Sears und Motorola; strategische Partnerschaften bestehen mit eBay, Yahoo und Amazon.com. Der Firmensitz der ChannelAdvisor Corporation befindet sich im Research Triangle Park, North Carolina, USA. In Deutschland bestehen Niederlassungen in Berlin und in Bacharach bei Bingen.

Eine Reaktion zu “Online Shops in Deutschland in tief greifender Umstrukturierung”

  1. rgBlog » Blog Archiv » Online-Shopping erfreut sich steigender Akzeptanz Am 26. Oktober 2006 um 13:31 Uhr

    […] Ein anderer für Shopbetreiber wichtiger Punkt ist das Kunden OnlineShops immer weniger direkt über die Shop eigene URL aufrufen sondern über Suchmaschinen, Marktplätze und Preisvergleicher wie seekXL zu berichten weiß. Die eigene URL spielt dabei immer mehr eine untergeordnete Rolle. Es sei denn sie trägt Namen wie otto.de oder quelle.de. […]