Twitter mit 140 Zeichen

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Twitter mit 140 Zeichen
11. Juni 2009 | 2.615 klicks

Mit 140 Zeichen kann man nicht viel bewegen? Für ein Buch oder eine klare Aussage mit Sicherheit zu wenig. Doch Twitter überzeugt seine Nutzer dennoch, denn warum sonst wird es so stark genutzt? Im Grunde ist das Prinzip von Twitter sehr einfach und ähnelt auch vielen anderen Social-Networks in gewissen Punkten. Wer Twitter nutzt, hat in der Regel nur ein Ziel und das ist die möglichst große Reichweite von eigenen Nachrichten. Weil das so wunderbar mit Twitter funktioniert, haben viele SEOs und auch zahlreiche Marketing-Agenturen und normale Firmen das Netzwerk Twitter lieben gelernt.

Bevor die 140 Zeichen von Twitter aber wirklich etwas bringen, muss man das tun, was man in anderen Netzwerken auch tun muss: „Freunde sammeln“ und diese nennt man in Twitter einfach nur „Followers“ also „Verfolger“. Folgt man selbst einem Nutzer auf Twitter, macht man diesen auf sich aufmerksam und mit etwas Glück, wird er zum eigenen Follower. Ab dann sieht man alle seine öffentlichen Nachrichten auf der eigenen Startseite. Da liegt auch ein Problem von Twitter. Bei 100 Followers ist die Übersicht noch in Ordnung, ab 250 Followers verliert man fast die Übersicht und verpasst bereits sehr viele Nachrichten. Doch die Marke von 250 Followers (Freunden) ist eigentlich auch die, ab der sich Twitter überhaupt erst richtig lohnt.

Etwas mehr Überblick behält man mit verschiedenen Plugins und Applikationen. TwitterFox ist ein Addon für den Firefox und funktioniert ganz einfach. Es erscheint als kleines Icon in der Status-Zeile vom Browser und bei neuen Nachrichten auf Twitter, erscheint in der Ecke vom Browser – ähnlich Skype und ICQ – ein kleines Fenster. Man kann dann direkt per Browser eine Antwort (auch Tweet genannt) zu Twitter schicken.

Mit verschiedenen WordPress Plugins kann man Twitter und die eigenen Tweets sogar im eigenen Blog einbinden. Es geht sogar so weit, dass manche Blogger bereits alle ihre Tweets gleichzeitig auch als Blogbeitrag anbieten. Sowas ist oft recht nervig und zerstört den ursprünglichen Sinn eines Blogs, da dieser nicht für 140 Zeichen-Meldungen gedacht ist – Twitter ist eben Microblogging.

Um möglichst viele Follower in Twitter zu bekommen, sollte man das Netzwerk jeden Tag benutzen und eine erhebliche Anzahl an Tweets senden. Doch Vorsicht, wer gerne schmutzige Tweets schreibt oder auch nur aus Spaß mal Begriffe wie „porn*“ etc. tippt, wird sehr schnell die Spam-Bots anlocken die sich als Follower ausgeben. Ein paar Beobachtungen haben jedoch ergeben, dass diese SPAM-Followers nach etwa 5 Tagen die Freundschaft wieder beenden und aus der Liste verschwinden.

Wie ist denn eure Erfahrung mit Twitter und was haltet ihr von dieser Plattform, die heute sogar sehr häufig in TV-Reportagen und nahezu täglich in Online-Magazinen genannt wird?

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