US-Justizministerium verurteilt Google, Yahoo und Microsoft wegen illegaler Werbung

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US-Justizministerium verurteilt Google, Yahoo und Microsoft wegen illegaler Werbung
20. Dezember 2007 | 1.999 klicks

Google, Microsoft und Yahoo wurden gestern vom US-Justizministerium zu einer Rekordstrafe von rund 32 Millionen US-Dollar verurteilt, wegen Werbung für illegales Online-Glücksspiel. Wie heise.de berichtet, wurde gestern bekannt, das sich die drei grossen Suchmaschinen Betreiber im Rahmen eines gerichtlichen Vergleiches dazu bereit erklärt haben, 31,5 Mio. Dollar als Strafe zu bezahlen, weil man Zeitraum zwischen 1997 und 2007, Werbung für Glücksspielangebote geschaltet hat. Die Einigung stellt jedoch kein Schuldeingeständnis der drei grossen Major-Suchmaschinen dar, welche argumentieren, dass sie bereits seit gut vier Jahren keine Werbeangebote von Glücksspielbetreibern mehr akzeptieren.

Glücksspiel

Bis zu dieser Einigung wurden insgesamt 40 Mio. Dollar an Geldbußen wegen Werbung für Online-Glücksspiel von unserem Büro einkassiert„, erklärt Catharine L. Hanaway, Staatsanwältin im US-Bundesstaat Missouri.

Den Löwenanteil der Geldstrafe muss Microsoft übernehmen, welche von der 21 Mio. Dollar hohen Strafe, 4,5 Mio. in die Staatskasse bezahlen müssen. Einen weitere Betrag von 7,5 Mio. Dollar will Microsoft für das Internationale Zentrum für vermisste und ausgebeutete Kinder spenden. Die Summe von neun Mio. Dollar soll in eine Kampagne fliessen, welche die Öffentlichkeit über das Verbot von Glücksspielen im Internet informiert. „Obwohl Microsoft bereits vor fast vier Jahren damit aufgehört hat Werbung von Glücksspielseiten zu akzeptieren, spiegelt die aktuelle Übereinkunft doch auch unser Engagement in Online-Sicherheits-Belangen wieder„, äussert sich Microsoft-Sprecher David Bowermaster in einer Stellungnahme.

Glücksspiel

Google-Sprecher Jon Murchinson erklärte hierzu: „Wir gestehen zwar kein Fehlverhalten ein, doch das Justizministerium hat uns ermahnt, dass Online-Glücksspiele in den USA illegal sind und dass Werbung für diesen Bereich als unzulässig anzusehen ist.“ Schaut man sich die Strafe für Microsoft an, so ist die Strafe für Google wohl eher in die Kategorie „Portokasse“ einzustufen, braucht Google nur drei Millionen Dollar zahlen. Yahoo kommt auf 7,5 Millionen Dollar Strafe, wovon drei Millionen direkt in die Staatskasse fliessen und der Rest von 4,5 Millionen, in eine ähnliche Online-Kampagne wie bei Microsoft.

Weitere Informationen zur Glücksspiel Strafe des US-Justizministeriums gegen Google, Microsoft und Yahoo, findet man im Netz auf heise.de, derStandard.at und winfuture.de

2 Reaktionen zu “US-Justizministerium verurteilt Google, Yahoo und Microsoft wegen illegaler Werbung”

  1. Matti von Mattis World of Warcraft Blog Am 21. Dezember 2007 um 11:10 Uhr

    Also mich wundert ja die Aussage daß seit 4 Jahren keine Glückspielwerbung mehr angenommen wurde. Ich meine daß Poker in den USA auch als Glückspiel gilt und trotzdem sehe ich bei Google immer wieder anzeigen von Pokeranbietern.

  2. seekXL Am 21. Dezember 2007 um 13:52 Uhr

    Mache doch mal einen Screenshot, wenn Du Google AdSense Werbung zu Poker, Roulette oder anderen Casino Games entdeckst. Ich habe das erstmal so verstanden, das dies für den amerikanischen Raum gilt und wir hier höchstwahrscheinlich andere Werbung sehen, wie die Jungs dort…