Yahoo, Microsoft und Google mit gemeinsamer Beteiligung an Menschenrechtsinitiative

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Yahoo, Microsoft und Google mit gemeinsamer Beteiligung an Menschenrechtsinitiative
20. Januar 2007 | 5.754 klicks

Sie Suchmaschinen Anbieter Microsoft, Google und Yahoo wollen sich zusammen mit Menschenrechtsgruppen für die Meinungsfreiheit im Web einsetzen. Eine Gruppe von US-amerikanischen Bürgerrechtlern, Unternehmen und anderen Organisationen hat sich darauf verständigt, gemeinsam nach Lösungen für Menschenrechts- und Datenschutzfragen bei internationalen Geschäften zu suchen. Damit solle der zunehmenden Verfolgung und Inhaftierung von Internet-Journalisten – etwa in Ländern wie China – entgegengewirkt werden. An den Gesprächen sind die bereits in China aktiven Internet Riesen Microsoft, Google und Yahoo beteiligt.

Das Ziel ist es Unternehmen haftbar zu machen, wenn sie mit solchen Regierungen wie China zusammenarbeiten, die Meinungsfreiheit unterdrücken und Grundrechte verletzen. Der Yahoo-Konzern war 2005 beispielsweise in die Schlagzeilen geraten, weil er den chinesischen Behörden nach Meinung von Menschenrechtsgruppen Informationen über einen Nutzer seines E-Mail- Dienstes gegeben hatte, die zur Verhaftung des Oppositionellen beitrugen. Der Mann wurde zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt.

Bereits im vergangenen Jahr, hatte Amnesty International gegen Microsoft, Google und Yahoo, wegen ihrer mutmaßlichen Beteiligung an Internet-Zensur in China, Verstöße gegen die Menschenrechte vorgeworfen. Wie im vergangenen Jahr berichtet, gilt Yahoo als die Internetsuchmaschine in China, welche von den drei grossen Suchmaschinen Anbietern, die stärkste Zensur im Sinne der chinesischen Regierung ausübt.

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