Zentralrat der Juden übt scharfe Kritik an Google & Tochter YouTube

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Zentralrat der Juden übt scharfe Kritik an Google & Tochter YouTube
26. August 2007 | 5.105 klicks

Wie der GoogleFokus Blog unter Berufung auf einer Meldung der Online Zeitschrift Focus berichtet, bekommt Google erneut Ärger in Deutschland, wegen gehosteter und angebotener Videos auf seinem Videoportal YouTube. Wie Focus berichtet, haben Neonazis das Videoportal YouTube für sich entdeckt und nutzen die Plattform, um rechtsextremistische Propaganda in Form von antisemitischen Videos und rechtsradikaler Musik zu verbreiten, verbotene Videos und Musik, welche in Deutschland auf dem Index steht.

Laut den YouTube Nutzungsbedingungen verstoßen Nazi Musik und Videos mit rechtsradikalen Inhalten gegen diese, ebenso wie auch pornografische oder hasserfüllte Videos auf YouTube verboten sind. Wie vorab zur Montagssendung des SWR-Polit-Magazin „Report Mainz“ bekannt wurde, sind allen Nutzern über das offene Internetangebot von YouTube, unter anderem der antisemitische NS-Propagandafilm „Jud Süß“, sowie rassistische Video-Clips von indizierten Songs wie „KuKluxKlan“ von der für rechtsradikale Musik bekannten Gruppe „Kommando Freisler“ oder der Gruppe „Böhse Onkelz“ abgerufen werden.

Weiterhin ist kriegsverherrlichende Video Clip „Sturmführer in der SS“, welcher auch mit dem gleichnamigen Lied unterlegt worden ist, laut dem dem SWR seit mehr als einem halben Jahr bei YouTube zugänglich. In dem halben Jahr wurde der Video Clip mehr als 400 000 mal abgerufen. Ein weiterer „Landser-Videoclip“ zeigt einen Comic-Glatzkopf mit Sprechblase, welcher den Text „Alle töten“ zeigt.

Wie der Spiegel berichtet, hat die Redaktion der Zeitschrift „Computerbild„, das Videoportal YouTube auf die fragwürdigen Inhalte hingewiesen, doch niemand war seitens YouTube bereit, einen Kommentar hierzu abzugeben, woraufhin Jugendschutz.net eingeschaltet wurde (Jugendschutz.net ist die zentrale deutsche Beschwerdestelle, für jugendgefährdende Internet Inhalte, in Deutschland), welche YouTube wie in den Monaten, zuvor erneut eine Abmahnung geschickt hat.

Doch wie in den vergangenen Monaten, wo Jugendschutz.net in mehr als 100 Fällen indizierte, zum Hass aufstachelnde Videos bei YouTube abgemahnt hat, folgte keine Reaktion von YouTube und die besagten Videoclips sind weiter im Angebot. Laut Aussagen von Jugendschutz.net, erfolgte bis Heute auf keine Abmahnung, eine Reaktion von YouTube. Dies hat nun dazu geführt, dass Salomon Korn, der Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, erwägt wegen dieser Ignoranz seitens Google, Strafanzeige wegen Beihilfe zur Volksverhetzung zu erstatten. „Ich erwarte, dass die Staatsanwaltschaft, dass die Behörden, dass auch die Bundesregierung gegebenenfalls dagegen eintritt und dagegen vorgeht“, sagte Korn dem SWR.

Weitere Informationen zur erwägten Klage vom Zentralrat der Juden gegen Suchmaschine Google, findet man im Web auf dem GoogleFokus Blog, spiegel.de, focus.de und weitere …

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