Private Relay von Apple bringt Mobilfunkanbieter auf die Palme

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Private Relay von Apple bringt Mobilfunkanbieter auf die Palme
15. Januar 2022 | 81 klicks

TelekomDeutschland

Der eine oder andere dürfte sich schon gewundert haben, warum er eigentlich immer Werbeanzeigen erhält, die genau zu seinen aktuellen Bedürfnissen passen. Im Internet ist niemand anonym – oder etwa doch? Mit Private Relay hat Apple einen Dienst entwickelt, der das anonymisierte Surfen möglich macht und tritt damit den Mobilfunkanbietern auf die Füße.

Wie wäre es zu wissen, dass man online auf die Suche nach einem Produkt gehen kann, ohne dass die Datensammler das direkt erfahren? Apple möchte nun die Privatsphäre der Nutzer schützen. Ein interessanter Ansatz in der Welt der Diskussionen über den Datenschutz. Die Entwicklung von iCloud Private Relay sticht also in ein Wespennest. Der Dienst ist in der Lage, Daten zu verschlüsseln und dafür zu sorgen, dass kein Dritter erkennen kann, was man beim Surfen so sucht. Private Relay steht nicht allen Kunden von Apple zur Verfügung. Das Unternehmen bittet dafür zur Kasse. Wer sich genau diesen Schutz im Netz allerdings wünscht, der dürfte gerne zahlen.

Nicht ganz so begeistert sind die einzelnen Mobilfunk-Netzbetreiber, die nun einen Brief an die EU-Kommission eingereicht haben. Durch den neuen Dienst können sie nicht mehr bei allen Nutzern sehen, was diese im Internet eigentlich gerade machen. Die Vorwürfe der Mobilfunk-Netzbetreiber, die sie in ihrem Brief machen, weisen darauf hin, dass Private Relay einen Einfluss auf die Entwicklung der wirtschaftlichen Märkte sowie den Wettbewerb haben kann. Aber auch die Problematik, dass sich so Verbrechen schlechter nachverfolgen lassen, wird als Kritik der Deutschen Telekom, Vodafone und Co. angebracht. Wie die EU-Kommission darüber denkt, ist bisher noch nicht bekannt. Genug Lesestoff haben die Verantwortlichen jetzt erst einmal.

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