Rechtskonforme Datenweitergabe – so will WhatsApp die Problematik umgehen

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Rechtskonforme Datenweitergabe – so will WhatsApp die Problematik umgehen
16. März 2018 | 1.141 klicks

WhatsAppDaten

Wie wir vor kurzer Zeit berichtet haben, ist die Nutzung der Daten von WhatsApp durch Facebook in Europa nicht zulässig. Das Oberlandesgericht Hamburg hat bestäigt, dass die Nutzung der personenbezogenen Daten aus WhatsApp durch Facebook nicht rechtens ist. Nun soll es zu einer rechtskonformen Datenweitergabe kommen.

Mit dieser Entscheidung möchte der Konzern sich jedoch nicht zufriedengeben. Daher gibt es nun neue Pläne. So möchte WhatsApp die Daten der Nutzer dennoch weitergeben, dieses Mal allerdings so, dass die Weitergabe auf der EU-Datenschutzverordnung basiert. Hierzu gibt es inzwischen sogar schon eine Verpflichtungserklärung. Im Mai 2018 soll die Datenschutzgrundverordnung in Kraft treten. Diese soll dann als Grundlage genutzt werden, um die Datenschutzregeln von WhatsApp zu überarbeiten. Dabei kam auch heraus, dass Unternehmen von Facebook bisher die Nutzerdaten durchaus verwenden. Diese werden vor allem für die Analyse und für die Monetarisierung eingesetzt. Es kam zu einer Untersuchung durch die britische Datenschutzbehörde. Die Ergebnisse liegen bereits vor. Dabei zeigt sich, dass WhatsApp keine rechtliche Grundlage für die Weiterleitung der Daten an das Unternehmen Facebook hat.

Aus diesem Grund hat WhatsApp sich jetzt verpflichtet, diese Daten nicht mehr weiterzugeben und stattdessen auf die neue Grundverordnung zu warten. Anschließend soll die Datenweitergabe so erfolgen, dass sie mit den Vorgaben in der Grundverordnung übereinstimmt. Was genau sich dahinter verbirgt und wie diese Weitergabe dann aussehen soll, ist bisher noch nicht bekannt. Es ist jedoch davon auszugehen, dass eine Zustimmung der Nutzer für die Datenweitergabe erst einmal eingeholt werden muss, bevor WhatsApp hier weiter agieren kann.

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