Yahoo – Google- und Facebook-Login wird abgeschafft

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Yahoo – Google- und Facebook-Login wird abgeschafft
7. März 2014 | 2.609 klicks

Der Google- und Facebook-Login wird zukünftig bei FlickR und anderen Yahoo-Diensten entferntDer Internet-Konzern ändert ein paar grundlegende Dinge an seinen Diensten im Internet. So ist es in Zukunft beispielsweise nicht mehr möglich, sich über Google oder gar Facebook in die Yahoo-Dienste einzuloggen. Der Grund: Der Konzern möchte die Nutzer schlichtweg dazu bekommen, sich entsprechend ein eigenes Konto für Yahoo anzulegen. Ohne exklusives Yahoo-Konto geht in Zukunft also gar nichts mehr. Zu den Diensten, die Facebook- und Google-Nutzer künftig ausschließen, gehört auch der Dienst Flickr oder Fantasy Sports. Es heißt, die geplanten Änderungen werden nach und nach eingeführt.

Noch ist nicht bekannt, in welchem zeitlichen Rahmen die Anmeldungen mit dem Google- oder Facebook-Konto für die einzelnen Yahoo-Dienste entfernt werden. Für Yahoo selbst bedeutet diese Entscheidung ein „zurück zu den Wurzeln“. Bereits seit einiger Zeit geht CEO Marissa Mayer einen teils doch sehr energischen Weg, oftmals auch schlichtweg in eine neue (oder alte) Richtung, die von der ehemaligen Yahoo-Chefin noch anders geplant gewesen ist. Der Facebook- und Google-Login ist nur ein Beispiel davon, welches von Carol Bartz als neue Strategie erst 2010 und 2011 umgesetzt wurde.

Yahoo arbeitet fortlaufend daran, die Erfahrung für die Nutzer zu verbessern. Dazu gehört auch der Anmelde-Vorgang für Yahoo Sports Tourney Pick’Em“, so eine Yahoo-Sprecherin.

Besagter College-Basketball-Dienst setzt bereits jetzt auf eine reine Yahoo-Anmeldung. Yahoo begründet die Entscheidung, das neue Verfahren einzusetzen, übrigens damit, dass man den Yahoo-Nutzern damit die beste personalisierte Erfahrung anbieten könne.

Für Yahoo ist die neue Taktik möglicherweise eine sehr gewinnbringende Taktik, die auch bereits bei den Konkurrenten funktioniert. Mayer selbst weiß auf jeden Fall, weshalb Google die Nutzer „zwingt“, ein eigenes Konto für alle Dienste anzulegen. Auf diese Weise könne das Unternehmen auf ein großes Wissen über die Nutzer zurückgreifen und ihnen damit passgenaue Werbung anbieten. Google hat allein im letzten Quartal über 16 Milliarden Dollar nur durch Werbung generiert – falsch für Unternehmen kann dieser Weg sicherlich also nicht sein.

Für die Nutzer bedeutet der Zwang, sich ein Yahoo-Konto erstellen zu müssen, leider weniger Vorteile. So fiel das Unternehmen erst kürzlich aufgrund eines massiven Sicherheitsproblems auf. Ende Januar 2014 gab es einen Hacker-Angriff auf den E-Mail-Dienst, bei dem unter anderem Passwörter gestohlen wurden. Es kam in der Vergangenheit zudem zu der Verbreitung von Malware über die offizielle Yahoo-Webseite. Die Frage ist nun, ob die Strategie seitens Mayer tatsächlich aufgehen wird, oder Yahoo-Nutzer (bzw. Nutzer, die über Google und Facebook einloggen) stattdessen auf die Suche nach Alternativen gehen.

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