Beeindruckende Geldstrafe für Google – EU will ein Zeichen setzen

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Beeindruckende Geldstrafe für Google – EU will ein Zeichen setzen
30. Juni 2017 | 410 klicks

GooglePreisvergleich

2,42 Milliarden Euro – was genau kann man damit eigentlich alles machen? Diese Frage braucht sich Google bald erst einmal nicht mehr stellen, wenn es nach der EU geht, denn der Betrag soll den Besitzer wechseln. Doch wofür erhält der Internetriese diese Strafe?

Wer eine Frage hat, der stellt diese einem guten Freund: Google. Die Suchmaschine ist für zahlreiche Nutzer die erste Anlaufstelle wenn es darum geht, online fündig zu werden. Fragen nach günstigen Produkten, nach Definitionen oder einfach nach tollen Bildern werden an Google im Alltag gerichtet und Google enttäuscht nicht, sondern antwortet. Umso erschreckender ist nun das Urteil der Europäischen Kommission. Margrethe Vestager ist die Frau, die hinter der hohen Summe steht, die Google nun zahlen soll. Die Kommissarin der EU ist für den Wettbewerb zuständig und hat über mehrere Jahre geprüft, ob Google möglicherweise seine Marktmacht missbraucht hat. Das Ergebnis ist klar: Ja! So wird Google unterstellt, diese Marktmacht in bestimmten Bereichen genutzt und mit verzerrten Suchergebnissen die User getäuscht zu haben.

Was genau ist das Problem? Während früher bei der Suche nach dem günstigsten Preis die verschiedenen Vergleichsportale in der Suche weit oben angezeigt wurden, findet sich dort heute besonders häufig der konzerneigene Preisvergleich von Google. Die Konkurrenz ist weit nach unten gerutscht. Für diese Handlung soll Google nun 2,42 Milliarden Euro als Strafe zahlen. Für Google ist es vor allem die Information, die hinter der Strafe steht. Nutzer müssen davon ausgehen, dass die Suchmaschine gegen ihre Interessen gehandelt hat. Das ist ein hoher Imageschaden für Google selbst. Google hat jedoch angekündigt, gegen dieses Ergebnis vorgehen zu wollen.

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