FTC Klage zum Microsoft-Activision Deal ist verfassungswidrig

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FTC Klage zum Microsoft-Activision Deal ist verfassungswidrig
16. Januar 2023 | 86 klicks

FTC Klage zum Microsoft-Activision Deal ist verfassungswidrigDie Zeit um Weihnachten herum ist eigentlich dafür da, dass jeder innerlich abspannt, zur Ruhe kommt und den Alltag etwas beiseite schieben kann. Doch so richtig Ruhe wird in dieser Jahresphase wohl nirgends einkehren, auch nicht in der Gaming-Branche. Aktuell geistert immer noch die Übernahme von Activision Blizzard durch Microsoft in den Medien und im Internet umher. Kein Wunder, bei dem 69 Milliarden Paket geht es für beide Seiten um sehr viel.

Der Chef von Xbox suggeriert sinngemäß, dass beispielsweise Sony nicht so ganz koschere Mittel an den Tag legt, um den Zusammenschluss auf der Zielgeraden noch zu verhindern. Ob Phil Spencer damit recht hat und wenn ja, woher stammen seine Informationen, wenn er Beweise für seinen Standpunkt besitzt? Fakt ist, Verzögerungen scheinen derzeit tatsächlich existent zu sein.

Eine Klage mit Strahlkraft

Die Federal Trade Commission (FTC) möchte als Aufsichtsbehörde das Vorhaben in Amerika stoppen und dieses gerichtlich anfechten lassen. Der Globalplayer Microsoft möchte das natürlich verhindern und wehrt sich entsprechend nach Kräften gegen die Klageabsicht. Die Antwort ließ also nicht lange auf sich warten. Diese folgte prompt in einem Werk, was den Umfang von 37 Seiten besaß. Inhaltlich könnte man das Ganze so zusammenfassen, dass die Klage gegen das Vorhaben nicht der Verfassung entspreche. Es steht also eine Verfassungswidrigkeit im Raum.

Kurz ein Rückblick: Als zum Start des Jahres 2022 die Meldung herein flatterte, dass Microsoft den Entwickler und Publisher Activision Blizzard vereinnahmen will, für eine Summe von etwa 69 Mrd. Dollar, erzeugte dies viel mediale Aufmerksamkeit und ein großes Beben in den Gaming-Communitys. Auch die Spiele-Industrie horchte bei der Ankündigung auf, denn plötzlich ging es darum, dass ein namhafter Name durch einen anderen geschluckt werden soll. Scheinbar wollte sich Microsoft also einen echten Konkurrenten sinnbildlich vom Hals schaffen, was eignet sich da besser, als eine Übernahme?

Es ist ganz normal, dass man bei solchen Summen und Vorhaben genauer hinschaut. Die jeweilige Behörde und die USA haben das Recht eben zu schauen, ob alles mit rechten Dingen zugeht. Dass dies keine Sache von einigen Wochen ist und ein Prozess sich hinziehen kann, wird sich jeder indessen denken. Die Federal Trade Commision prüfte die Vorgänge eingängig in einem Zeitraum von rund elf Monaten. Am Ende ist sie zu der Entscheidung gekommen, dass die Übernahme scheinbar den Wettbewerb schädigen wird, eine Klage ist nur noch Formsache.

Kein Sturm ohne Gegenwind

Microsoft legte einige Spitzen nach, beispielsweise, warum manche Bethesda-Games indessen dennoch für die Xbox als exklusive Werke herauskommen. Zudem behauptet man, dass die Klage seitens des FTC ebenso gegen die Verfassung verstößt. Dennoch bleibt der Gigant weiterhin kompromissbereit, was die Bereitschaft zur weiteren Kommunikation, auch mit den verantwortlichen Behörden, angeht.

Bisher scheint mehr heiße Luft als harte Fakten geschaffen worden zu sein. Ob die Übernahme platzt, wird sich zeigen. Wenn ein Deal nicht zustande kommt, geht es so oder so vor das Gericht, eine Anhörung wird es im Spätsommer 2023, initiiert von der US Behörde, geben. Einen Abschlussbericht soll schon im April vorgestellt werden.

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