Sehr viele Menschen nutzen sie und im Grunde sind sie auch enorm praktisch. Zumindest in der Theorie. Die Rede ist von Bewertungen, die man bei Google Maps finden kann. Wer beispielsweise wissen möchte, ob sich der Besuch eines bestimmten Restaurants lohnt, kann auf Maps nachschauen. Dort findet man Sternebewertungen und auch Rezensionen, was letztendlich die Erfahrungen anderer Gäste zeigen soll.

Doch wie auch auf anderen Plattformen und bei Bewertungen generell ergeben sich dadurch einige Probleme, denn die wenigstens Bewertungen sind wirklich objektiv greifbar und darüber hinaus gibt es auch immer wieder Diffamierungen. Diese sind für Unternehmen ein echtes Problem, weshalb sie auch gelöscht werden können. Seit Ende April zeigt Google an, wie viele Rezensionen aufgrund von Diffamierungsbeschwerden gelöscht wurden. Das soll für mehr Transparenz und Vertrauen sorgen. Mehr Informationen dazu gibt es im Folgenden.
Anzahl gelöschter Rezensionen wird sichtbar
Jeder mit einem Google Konto kann bei Maps eine Bewertungen zu einem Unternehmen schreiben. In der Regel geht es dabei um Gastronomiebetriebe, aber eben nicht ausschließlich. Dadurch sollen sich andere Nutzer ein Bild machen können. Doch grundlegend sind solche Bewertungen immer schwierig, aber von Zeit zu Zeit kommt es auch zu Diffamierungen, die zu negativen Rezensionen führen. Für die Unternehmen kann das zu einem großen Problem werden, da Kunden in Zukunft das Geschäft meiden werden. Seit Ende April 2026 hat Google aber eine neue Transparenz-Anzeige eingeführt. Dadurch wird angezeigt, wie viele Rezensionen in den letzten 12 Monaten aufgrund von Diffamierungsbeschwerden gelöscht wurden.
Unternehmen haben die Möglichkeit, Diffamierungen löschen zu lassen. Angezeigt werden die Fälle, die auf Beschwerden wegen verleumderischer Behauptungen nach deutschem Recht basieren und nicht erfolgreich angefochten wurden. Gelöschte Rezensionen aufgrund allgemeiner Verstöße gegen Richtlinien, wozu Spam zählt, fließen nicht in diese Statistik mit ein. Es werden allerdings keine exakten Zahlen angegeben, sondern nur ungefähre Bereiche – also beispielsweise 11 bis 20 Rezensionen. In Deutschland ist das Anfechten von Bewertungen relativ einfach, ist aber für Unternehmen dennoch ein Aufwand. Die Sternebewertungen bleiben von diesen Daten unberührt und werden weiterhin angezeigt.
Grundlegendes Problem von Bewertungen
Für Unternehmen kann es durchaus hilfreich sein, um aufzuzeigen, dass man sich gegen viele Diffamierungen wehren muss. Auf der anderen Seite bekommen potenzielle neue Kunden einen Einblick davon, welche Löschpraxis ein Unternehmen verfolgt. Sehr viele gelöschte Bewertungen könnten auch einen negativen Eindruck hinterlassen. Grundsätzlich kann die Maßnahme für mehr Vertrauen sorgen, allerdings haben Bewertungen immer ein Problem. Die meisten Menschen stimmen sehr subjektiv ab und es gibt kein einheitliches System. Die Sterne, die von 1 bis 5 vergeben werden können, sind zwar ein Versuch, aber grundsätzlich kann jeder diesen Rahmen nach eigenem Gutdünken nutzen.
Wer Bewertungen bei Google Maps anschaut, sollte daher auch immer zwischen den Zeilen lesen und nicht nur die allgemeinen Sterne betrachten. Wichtig ist, ob eine Rezension auch Details enthält. Zudem haben Unternehmen auch immer die Möglichkeit, eine Antwort auf eine Bewertung zu schreiben. Nicht jeder unzufriedene Kunde hatte immer Recht und nicht jede 5-Sterne-Bewertung bedeutet, dass der nächste Besuch die beste Erfahrung aller Zeiten wird. Entsprechend gilt es wie oft im Leben, dass man im Zweifel auch eigene Erfahrungen machen muss und sich nicht allzu sehr von diesen Bewertungen abhängig macht. Für eine grobe Einschätzung können sie aber sehr hilfreich sein.
Fazit zur neuen Transparenz-Anzeige
Viele Menschen schauen regelmäßig auf Google Maps nach Bewertungen zu Unternehmen, ob das nun Ärzte, Handwerker oder Gastronomiebetriebe sind. Das kann sehr praktisch sein, um möglichst die besten Anbieter finden zu können. Doch die Bewertungen sind oft mit Vorsicht zu genießen, da sie sehr subjektiv sind und zudem auch im Hintergrund viele gelöschte Bewertungen existieren. Durch eine neue Transparenz-Anzeige will Google jetzt für mehr Vertrauen sorgen. Angezeigt wird die grobe Anzahl von Bewertungen, die aufgrund von Diffamierungen gelöscht wurden. Dadurch ergeben sich für Kunden mehr Informationen, da sie sehen können, dass die angezeigten Bewertungen nicht die einzigen gewesen sind. Erst vor kurzem hat Google bei Maps ein neues Update veröffentlicht.