Mittlerweile ist es kein Geheimnis mehr, dass Google in fast allen eigenen Diensten künstliche Intelligenz einfließen lässt. Auch bei Google Maps ist das bereits der Fall, doch für die nahe Zukunft sind noch viele weitere Änderungen angedacht. Durch den Einsatz von Gemini will Google noch viele weitere Funktionen einbauen, sodass Maps nicht einfach nur ein Navigationssystem ist, sondern ein persönlicher Assistent auf Reisen. Vor allem die letzten Meter einer Reise könnten sich durch die geplanten Änderungen stark verändern.

Hilfe soll es beispielsweise bei der Parkplatzsuche geben, ebenso soll die Kamera eingesetzt werden können, damit die App hilfreich auf die tatsächliche Umgebung reagieren kann. Es wird sich auch die Art und Weise ändern, wie mit Google Maps kommuniziert wird. Natürliche Sprache wird kein Problem mehr sein. Den Ausblick auf die geplanten Änderungen gibt es in diesem Artikel.
Schrittweise Einführung von Gemini in Maps
Schon jetzt ist es möglich, per Mikrofon ein gewünschtes Ziel einzugeben und sich die Route anzeigen zu lassen. Das ist praktisch, aber noch weit von dem entfernt, wie die Navigation der Zukunft aussehen wird. Diese möchte Google in den nächsten Monaten schrittweise integrieren. Künstliche Intelligenz wird dabei eine entscheidende Rolle spielen und sich auf die Zielorte, Navigation und auch die Suche nach Parkplätzen auswirken. In Indien und den USA gab es bereits einen Rollout seit März, doch andere Länder, zu denen auch Deutschland gehört, werden bald folgen. Unterstützt werden die neuen Funktionen sowohl mit Android und iOS sowie den Apps Android Auto und Apple CarPlay.
Da einige der neuen Funktionen sehr rechenintensiv sein können, kann es sein, dass manche davon auf älteren Geräten nicht laufen werden. Die wichtigste Neuerung wird “Ask Maps” sein. Damit wird man in natürlicher Sprache sprechen können, so wie es jetzt auch schon mit Gemini funktioniert. Man kann also beispielsweise nach tollen Cafés in der Nähe fragen oder auch nach Orten, die eine schöne Aussicht auf die Landschaft bieten. Dabei greift die KI auf zahlreiche Bewertungen, Informationen und Standortdaten von mehr als 300 Millionen Orten auf der ganzen Welt zu. Besonders für die Endphase einer Strecke könnten die Neuerungen große Unterschiede bringen.
Letzte Meter einer Strecke
Eine Strecke über viele hunderte Kilometer ist meist recht einfach aufgebaut, weil man beispielsweise viel Autobahn fährt. Wenn man dann aber in einer Stadt angekommen ist, in der man noch nie war, kann es auch mit dem klassischen Navigationsgerät schon mal etwas hektischer werden. Durch den Einsatz von KI sollen in Zukunft detaillierte Informationen geliefert werden. Beispielsweise zu freien Parkplätzen, zu den richtigen Straßenseiten und auch den Eingängen von Gebäuden. Dabei wird auch Augmented Reality über die Kamera eine Rolle spielen, da so die nähere Umgebung gescannt werden kann. So können in Echtzeit Informationen zur Umgebung geliefert werden.
Die Idee der HistoryPins
Insgesamt wird die Navigation noch übersichtlicher, da es interaktive 3D-Ansichten geben wird. Darin zu sehen sind Gebäude und Fahrspuren, ebenso Ampeln, Kreuzungen und sogar die Form des Geländes.
Das erinnert an futuristische Ideen, die eine vollkommen neue Art der Navigation ermöglichen. Dazu kommen Funktionen wie transparente Gebäude und Echtzeit-Informationen zu Baustellen und Unfällen.
Interessant ist auch die Idee der HistoryPins. Dabei können die Nutzer alte Fotos hochladen und diese bestimmten Orten zuordnen. Auf diese Weise kann eine interaktive und historische Karte mit den Orten entstehen, die man bereits besucht hat.
Fazit zur Gemini-KI in Google Maps
Schon seit der Einführung wird Google Maps immer weiterentwickelt und immer häufiger wird jetzt auch die KI Gemini integriert, wodurch die Navigation in Zukunft noch stärker in Richtung persönlicher Fahrassistenz gehen wird. Zum einen gibt es viele geplante Neuerungen, die in den nächsten Monaten integriert werden, zum anderen ist ein großer Unterschied, dass mit der KI in natürlicher Sprache gesprochen werden kann. Man gibt also nicht mehr nur einfache Stichworte an, sondern kann konkrete Fragen stellen, um so bestimmte Ziele und Empfehlungen auszumachen. Die Navigation wird dabei konkreter werden und viel mehr Informationen angeben, die zur näheren Umgebung passen und noch dazu aktuell sind.