Heute gilt LibreOffice als eine der leistungsstärksten und besten Office-Suiten. Der ganz große Vorteil: Die Bürosoftware ist kostenlos. Sie ist eine sehr gute Alternative zum Office-Angebot von Microsoft und wird regelmäßig mit Updates versorgt. Während es heute aber auch Web-Angebote gibt, unter anderem von Microsoft und Google, ist LibreOffice bisher noch eine reine Desktop-Anwendung. Das soll sich in Zukunft ändern, da große Änderungen geplant sind.

So soll es in Zukunft eine Webversion geben, die direkt im Browser genutzt werden kann. Derzeit wird dafür ein Prototyp weiterentwickelt, der Qt 6 und WebAssembly nutzt. Doch man möchte sich auch deutlich von der Konkurrenz abheben, indem beispielsweise weiterhin die meiste Datenverarbeitung lokal auf dem Endgerät des Nutzers stattfindet. Mehr zu den LibreOffice Plänen gibt es in diesem Artikel zu erfahren.
Webanwendung von LibreOffice
Menschen sind mobiler geworden. Das bedeutet, dass der Computer oftmals gar nicht mehr das Zentrum des Büroalltags darstellt. Gearbeitet werden kann an Dokumenten am PC, ebenso am Laptop, auf dem Smartphone und das zu jeder Zeit und an beinahe jedem Ort dieser Welt. Sofern die Daten online verfügbar sind, was auch für die Office-Suite gilt. Google und Microsoft haben entsprechende Angebote, um die aber viele Menschen einen Bogen machen. Dafür gibt es verschiedene Gründe, wobei Datenschutz sehr oft genannt wird. Umso größer ist die Freude bei vielen, dass jetzt die Document Foundation einen Anlauf dazu nehmen will, eine Online-Variante von LibreOffice zu schaffen.
Aktuell handelt es sich nur um eine Skizze für die langfristig geplante Evolution der Suite. Im Detail ist es also ein Entwurf für eine Strategie. Exakte spezifische Daten oder Termine gibt es noch nicht. Geplant ist als Teilobjekt der künftigen Strategie eine Browser-Version von LibreOffice, die auf WebAssembly basiert. Dabei soll der größte Teil der Datenverarbeitung weiterhin lokal stattfinden, um somit die Abhängigkeit von zentralen Servern zu senken. Das ermöglicht auch das Tor für Selfhosting, was natürlich positiv für den Datenschutz und die Souveränität wäre. Man will eine Bedienoberfläche schaffen, die sich flexibel der jeweiligen Bildschirmgröße anpasst. Es soll Apps für Android und iOS geben, wobei weiterhin mit der Desktop-Version die gemeinsame Code-Basis geteilt werden soll.
Gemeinsame Bearbeitung im Fokus
Ein wichtiger Aspekt ist die Möglichkeit für das kollaborative Arbeiten. Man will also die Voraussetzungen schaffen, dass mehrere Teilnehmer gleichzeitig an Dokumenten zusammenarbeiten können. Derzeit ist dafür eine Peer-to-Peer-Lösung eine Möglichkeit, bei der also die Daten direkt unter den Teilnehmern getauscht werden.
Insgesamt will man auf niedrige Kosten und hohe Nachhaltigkeit setzen. Die Datenverarbeitung auf die Endgeräte zu bringen, hat auch etwas mit steigenden Serverkosten zu tun. Auch soll in Zukunft weiterhin die Desktop-Version im Fokus stehen. Neben den Vorhaben für die Webversion gibt es weitere Pläne, die generell die Sicherheitsprozesse betreffen.
Fazit zur LibreOffice Webversion
Microsoft 365 und Google Workspace teilen derzeit den Markt fast komplett unter sich auf. Sonstige Büro Suiten wie LibreOffice (de.libreoffice.org) fallen in die Kategorie der sonstigen Angebote, die bei rund 6 % Marktanteil liegen. Diese 6 % sind aber immer noch über 100 Millionen aktive Nutzer, die Alternativen nutzen. LibreOffice spielt dabei eine sehr wichtige Rolle und jetzt hat man eine Strategie für die Zukunft veröffentlicht, um das Angebot noch auszubauen. Im Kern der neuen Strategie liegt eine Browserversion, wobei die Desktop-Variante auch weiterhin das Hauptgeschäft ausmachen soll. Aktuell gibt es keine genauen Termine oder technische Details. Die Pläne werden aber wohlwollend aufgenommen, da immer mehr Menschen flexibel auf die Office-Angebote zugreifen wollen. Eine weitere gute Alternative ist OpenOffice, ebenfalls kostenlos.