In den letzten zwanzig Jahren haben sich Smartphones immer weiter entwickelt und hängen die alten Handys aus den neunziger Jahren locker ab. Nur in einer Hinsicht sind sie immer schlechter geworden. Wenn es um Energie und Akkulaufzeit geht, können moderne Smartphones nicht mit den alten Geräten mithalten. Der Grund dafür ist, dass es heute viel mehr Anwendungen und Software gibt, die eben Energie brauchen. Genau daran arbeiten die Entwickler von Smartphones, um bessere Laufzeiten zu gewährleisten.

Google hilft jetzt auf andere Weise, indem im Play Store die besonders großen Akkufresser deutlich markiert werden. So kann man direkt auf einen Blick sehen, welche Apps viel Akkuleistung erfordern. Für manche mag das egal sein, andere brauchen das Smartphone vielleicht den ganzen Tag und haben nicht immer Zeit zum Laden. Es ist also eine praktische Funktion, die auch Entwickler dazu bringen soll, möglichst energieschonende Apps zu entwickeln. Mehr zum Thema energiehungrige Apps gibt es in diesem Artikel zu erfahren.
Kennzeichnung der Stromfresser-Apps
Ab sofort gibt es bei manchen Apps im Google Play Store eine neue Anzeige. Ein rotes Banner soll darauf hinweisen, dass eine App besonders viel Energie zieht. Dabei bezieht sich die Warnung vor allem auf die Hintergrundaktivitäten, wenn also eine App gar nicht aktiv genutzt wird. Klar ist: Je mehr Energie eine App braucht, desto schneller leert sich der Akku, was bei manchen Smartphones zu einem echten Problem werden kann. Eine energiehungrige Apps, die ein rotes Banner erhält, verschwindet auch aus den Empfehlungslisten im Play Store. Damit soll Druck auf die Entwickler ausgeübt werden, damit diese ihre Apps anpassen und auf effizientere Android-Schnittstellen setzen.
Um den Energieverbrauch einer App zu messen, haben Samsung und Google gemeinsam eine neue Messmethode entwickelt. Diese basiert auf partiellen Wake Locks. Unter Wake Locks versteht man Mechanismen, die verhindern, dass ein Prozessor in den Tiefschlaf geht, selbst wenn der Bildschirm aus ist. So sollen Apps ausfindig gemacht werden, bei denen Wake Locks noch für mindestens zwei Stunden aktiv sind und dieses Verhalten bei mehr als 5 % der Nutzungssitzungen innerhalb von 28 Tagen entdeckt wird. Dabei sind Apps ausgenommen, die systembedingt dauerhaft laufen müssen. Beispielsweise Navigations-Apps oder Musik-Streaming.
Hintergrundaktivitäten oft das Problem
Apps verbrauchen Energie, was nicht weiter verwunderlich ist. Es geht dabei aber nicht darum, dass eine App viel Energie zieht, wenn sie gerade in Benutzung ist. Es ist klar, dass ein Spiel mehr Energie braucht als einfach nur eine einfache Tabellendarstellung. Vielmehr geht der Blick auf die Hintergrundaktivitäten. Zwar sind moderne Smartphones oft im Standby, doch im Hintergrund laufen dennoch zahlreiche Aktivitäten ab.
So verlieren Smartphones trotz Inaktivität des Nutzers sehr viel Akku. Das kann vor allem auch an langen Tagen ohne Lademöglichkeiten zu einem Problem werden. Entsprechend richten Samsung und Google den Blick jetzt auf genau solche Apps und Aktivitäten.
Fazit zu energiehungrige Apps im Play Store
So gut ausgestattet die meisten modernen Smartphones auch sind, haben die meisten dennoch eine Schwäche und das ist der Akku. Je mehr Software läuft, desto mehr Strom braucht es. Umso wichtiger ist es, besonders stromfressende Apps ausfindig zu machen. Das macht Google jetzt mit einer Kennzeichnung im Play Store. Auf diese Weise werden Apps markiert, die für viel Hintergrundaktivität sorgen, ohne dass der Nutzer davon profitiert. Das Ziel ist es, dass die Entwickler entsprechende Apps nachbessern, womit allgemein die Akkuleistungen von Smartphones verbessert werden können. Das kann sowohl alten als auch neuen Geräten zugutekommen.